Brent Spar

Krisen-PR sollte eigentlich ein vergleichsweise bequemes Geschäft sein: die öffentliche Aufmerksamkeit ist ja - leider - schon da. Wo irgendwas schiefgeht, wird stets eine Abstauberhorde - Umwelt- oder Presse- oder Politikritter oder alle zusammen - auf dem Plan sein, um Ihnen die Schelle um den Hals zu hängen. Eine Bohrplattform z.B., in welchem Fall Sie es wohl erst mal mit Greenpeace zu tun haben. Aber sind Sie denn nicht im Recht?! Wer im falschen Regen steht, soll keinen Appeasement-Schirm aufspannen. Wenn Sie nämlich vorgeben, verstanden zu haben, geben Sie nicht nur Ihr gutes Recht auf. Sondern auch die Chance, Mut zu zeigen, und damit die eine Möglichkeit, die Meinungslage wieder zu normalisieren. Auf einen groben Klotz gehört immer noch ein wohlausgewogener grober Keil. Die Greenpeacemasche hatten sie eben gerade nicht verstanden.)

Was Shell hätte tun sollen? Die Versenkung der Brent Spar war nicht nur ökologisch angezeigt, sondern auch vergleichsweise billig. Also gehörte das Angebot an Welt und Umwelt auf den Tisch: Der Differenzbetrag zum Preis der Demontage geht bei Versenkung in den Umweltschutz, und bei Demontage eben in selbige, in ineffizienten Spendeneintreibungsumweltschutz mithin. Das hätte den Raum für eine sachliche Erörterung des ökologisch Gebotenen geschaffen.